Nach der Übernahme von Electronic Data Systems (EDS) will der US-Computer- und Druckerhersteller Hewlett Packart (HP) knapp 25.000 Stellen streichen. Das sind rund acht Prozent der Arbeitsplätze beider Unternehmen.
Diesen Arbeitsplatzabbau will HP in den nächsten drei Jahren umsetzen; die Hälfte davon bis Oktober 2009. Damit sollen jährlich 1,8 Milliarden Dollar eingespart werden.
Die Übernahme von EDS hatte sich HP mehr als 13 Milliarden Dollar kosten lassen. Der weltgrößte PC-Hersteller baut so die Service-Sparte aus und übt nun auf Mitkonkurrenten – wie IBM – Druck aus.
Zu HP gehörten 178.000 Mitarbeiter, bei EDS waren es 142.000. Der Stellenabbau wird vor allem EDS betreffen und dort besonders die Verwaltung. Denn der Computerdienstleister beschäftigt viele Mitarbeiter in den Vereinigten Staaten, was höhere Personalkosten verursacht als der von Vorstandsmitglied Mark Hurd erwünschten »effizienten Kostenstruktur« lieb sein kann.
Bereits 2005 bewies Hurd mit einem Sparprogramm bei HP – bei dem er »Kostennachteile« beseitigte, indem er 15.000 Mitarbeitern kündigte –, dass er so Marktanteile gewinnen kann. Das brachte damals PC-Hersteller Dell zum Straucheln.
Oktober 2008

