Beschäftigte an bundesweit 18 EDS-Standorten beteiligten sich am 10. Februar 2009 an Warnstreiks, zu denen die IG Metall und die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatten.
Mit ihrem Arbeitskampf wollen die Beschäftigten den Druck auf die Geschäftsleitung erhöhen, mit den Gewerkschaften über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie zu verhandeln. Sie verlangen, dass alle Standorte für mindestens drei Jahre gesichert sind und dass keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden. Ferner fordern sie ein Maßnahmenpaket, um vom Arbeitsplatzabbau betroffene Beschäftigte zu qualifizieren und das Abfindungen und Vorruhestandsregelungen vorsieht. Zweimal schon hatte es EDS in den vergangenen Wochen abgelehnt, sich an den Verhandlungstisch zu begeben. »Angesichts der ungeheuren Personalabbaupläne und der Verweigerungshaltung der Geschäftsführung sind die Warnstreiks dringend erforderliche Notwehr«, sagt Juan-Carlos Rio Antas, Tarifexperte beim IG Metall-Vorstand in Frankfurt/M.
Die größte Warnstreikaktion fand in Rüsselsheim statt.
Die EDS-Beschäftigten sprachen sie auch dafür aus, unverzüglich in Tarifverhandlungen über bessere Arbeits- und Entgeltbedingungen einzusteigen. Außerdem fordern sie sechs Prozent mehr Gehalt ab April 2009.
Januar 2009

