Viele Unternehmen konzentrierten sich nur noch auf »kurzfristige Renditeziele und Bilanzkennzahlen« in ihrem Kerngeschäft. Das wirke innovationshemmend, kritisiert der Arbeitskreis Forschung und Entwicklung (F&E) der IG Metall in seinen zehn Thesen. In diesem Arbeitskreis treffen sich regelmäßig Betriebsratsmitglieder aus großen Forschungs- und Entwicklungszentren der Metall- und Elektroindustrie, in denen rund 50000 Beschäftigte arbeiten. Seine Positionen fließen in die Politik der
IG Metall ein.
Unter der Überschrift »Mehr Freiraum für Innovationen« wird kritisiert, dass »F&E-Beschäftigte immer öfter und über Gebühr mit fachfremden Aufgaben wie Marketing und Administration belastet« würden. Der Arbeitskreis spricht sich auch dagegen aus, dass Unternehmen Aufträge an externe Firmen vergeben und in andere Länder verlagern, »um sich dort vermeintliche Kostenvorteile zu erschließen und um Druck auf hiesige Einkommen und Arbeitsbedingungen auszuüben«.
Februar 2009


