Krise in der IT-Branche: IG Metall und Verdi fordern Beschäftigungssicherung

Mit einem Sechs-Punkte-Programm haben sich die IG Metall und die Gewerkschaft Verdi an die Arbeitgeber von IT-Unternehmen gewandt, ungeachtet der Krise auf Entlassungen zu verzichten.

Keine Entlassungen müsse 2009 das beschäftigungspolitische Leitmotiv der IT-Industrie werden, sagte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, aus Anlass der Eröffnung der CeBIT in Hannover. Vor allem mit Kurzarbeit und flexiblen Arbeitszeiten sollen die IT-Unternehmen ihre Mitarbeiter an Bord halten. Ansonsten drohe eine Lücke an qualifizierten IT-Beschäftigten. Angesichts des von der Branche beklagten Fachkräftemangels seien daher jetzt intelligente Antworten gefordert, so Helga Schwitzer.

Lothar Schröder, geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei der Gewerkschaft Verdi mahnte die IT-Industrie, Beschäftigte verstärkt zu qualifizieren. Er kritisierte insbesondere, dass die Branche die neuen Arbeitsförderungsprogramme zu wenig nutze, obwohl die Bundesregierung Kurzarbeit und Qualifizierung nun auch für qualifizierte Fachkräfte geöffnet habe.

• Die Betriebe sollen Kurzarbeit nutzen und mit Qualifizierung verbinden, um Entlassungen zu vermeiden.

• Sie sollen Leiharbeitnehmer besser schützen und in einsatzfreien Zeiten nicht entlassen.

• Die Weiterbildung insbesondere „älterer Profis“ muss verstärkt werden.

• Die IT-Unternehmen sollen mehr Jugendliche ausbilden und unbefristet übernehmen.

• Sie sollen mehr jungen Menschen die Chance geben, ein Studium und eine betriebliche Ausbildung zu kombinieren.

• Das Stipendienprogramm für junge Ingenieure müsste ausgebaut werden.

Februar 2009

| nach oben | drucken | Stand: 25.03.2009