EDS: Acht Ministerpräsidenten gegen Personalabbaupläne

In einem offenen Brief an die Geschäftsführung von Hewlett Packard fordern die Ministerpräsidenten aus acht Bundesländern den Konzern auf, seine Pläne zum Abbau von Kapazitäten und Personal zu überprüfen.

Die Ministerpräsidenten aus Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kritisieren, dass rund ein Drittel der Belegschaft des HP-Tochterunternehmens EDS in Deutschland entlassen werden sollen. Verwundert sind sie vor allem, dass HP an diesen Plänen festhält, obwohl EDS »für das gesamtwirtschaftlich schwierige Jahr 2008 sogar eine Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr« erwartet. Ein gesundes Unternehmen sollte ein Eigeninteresse an Kontinuität und Bindung seiner Fachkräfte haben, schreiben sie.

Auch vor dem Hintergrund, dass die Leistungen von HP eine große und stabile Nachfrage in den einzelnen Bundesländern fänden, sollte der Konzern seine Pläne zum Abbau von Kapazitäten und Personal überprüfen. Neben der öffentlichen Verwaltung sei auch »der direkte Kontakt zu den gut ausgebildeten und motivierten Fachkräften vor Ort ein Standortvorteil, der nicht zu unterschätzen ist«. Die moderne Infrastruktur, bestens vernetzte Transportmöglichkeiten, eine sichere Energieversorgung und überdurchschnittliche Arbeitsproduktivität würden sich ebenfalls positiv in Bilanzen niederschlagen. Fazit der Ministerpräsidenten: »Wir würden es äußerst begrüßen, wenn EDS in Deutschland als bewährt leistungsstarkes Unternehmen und verlässlicher Zulieferer in seiner derzeitigen Aufstellung erhalten bliebe.«

März 2009

| nach oben | drucken | Stand: 03.04.2009