EDS: 1.100 Beschäftigte im Streik

Rund 1.100 Beschäftigte aus 16 Niederlassungen beteiligten sich am 4. Juni am Arbeitskampf bei EDS Operation Services (EDS OS). Die IG Metall wertete den Streikauftakt als Erfolg.

Bei der bundesweiten Urabstimmung hatten sich 91,9 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für einen Arbeitskampf bei dem IT-Dienstleister EDS ausgesprochen. Allein in Rüsselsheim nahmen 500 Beschäftigte am Streik teil. »Die Belegschaften haben ein eindeutiges Signal abgegeben. In den Gebäuden der EDS gab es nur leere Flure«, sagte der EDS-Betreuer der IG Metall, Juan Carlos Rio Antas.

»Wir streiken. Ich bin dabei« war auf vielen Transparenten zu lesen. Entschieden protestierten die Streikenden auch gegen die Versuche der EDS-Geschäftsleitung, sie im Vorfeld des Arbeitskampfs einzuschüchtern. Noch am 3. Juni hatte sie E-Mails versandt, in denen Streikbrechern Prämien angeboten wurden. Genutzt hat es nichts.

Unterstützt wurden die streikenden EDS-Kolleginnen und -Kollegen auch aus anderen Unternehmen. In Rüsselsheim überbrachten ihnen Beschäftigte von Opel eine Grußadresse. Auch ein Betriebsrat von SAP bewies Solidarität: »Ihr zeigt den Arbeitgebern, dass Ihr nicht alles mit euch machen lasst. Weiter so«, sagte Ralf Kronig.

In Köln hatte Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD) den Beschäftigten bereits bei der Urabstimmung Mut gemacht. „Euer Anliegen auf einen tariflich vereinbarten Rettungsschirm für die EDS-Mitarbeiter unterstütze ich ausdrücklich“, sagte sie.

Ziel der Streikenden ist es, die EDS-Führung zu drängen, mit der IG Metall und der Gewerkschaft Verdi in Tarifverhandlungen über die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten, von Arbeitsbedingungen beim Übergang von EDS zu Hewlett Packard sowie über Entgelterhöhungen einzusteigen.

Mai 2009

| nach oben | drucken | Stand: 10.06.2009