In einem gemeinsamen Positionspapier warnen beide Organisationen vor einer dramatischen Zunahme psychischer Erkrankungen angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise. »Schon in den letzten Jahren haben Erkrankungen, wie Depression und Burnout, erheblich zugenommen und die Ausmaße einer neuen 'Volkskrankheit' angenommen«, heißt es darin. Nun befürchten sie, dass die Belastungen in der Arbeit weiter ansteigen. Sie fordern daher umfangreiche Maßnahmen, um psychische Erkrankungen zu verhüten und Stress abzubauen. Auch könnten betriebliche Frühwarnsysteme und eine enge Kooperation mit Betriebs- und Werksärzten die psychische Gesundheit der Beschäftigten fördern.
»Die Krise darf nicht dazu missbraucht werden, die Gesundheit der Beschäftigten aufs Spiel zu setzen«, sagte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. »'Arbeiten bis zum Umfallen' muss als Motto der Krisenbewältigung geächtet werden.« Auch in Krisenzeiten müssten die Gestaltung der Arbeitsbedingungen und die Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen hohe Priorität haben.
Mai 2009

