BAuA-Studie: Lange Arbeitszeiten machen krank

Je länger Menschen arbeiten, desto stärker ist die Gesundheit gefährdet. Eine europaweite Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) kommt zu dem Ergebnis: Wer lange arbeitet, schläft schlechter.

Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Dauer der geleisteten Arbeitsstunden und dem Auftreten gesundheitlicher Probleme, wie Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Herzbeschwerden. Darauf weist die neue Studie der BAuA hin. Sie basiert auf vier Befragungen von rund 50.000 Personen in Europa. Dabei handelt es sich um den bislang umfassendsten Nachweis für den Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Gesundheit. Die negativen Auswirkungen langer täglicher und wöchentlicher Arbeitszeiten auf das Unfallrisiko seien bereits seit langem bekannt, so die Autoren der Studie.

In allen vier Datensätzen lässt sich ein nahezu linearer Anstieg der Beschwerdehäufigkeit erkennen, der von der Dauer der Arbeitszeit abhängt.

Faktoren, wie Schichtarbeit, variable Arbeitszeiten, Arbeit an Abenden und Wochenenden oder schlechte Planbarkeit wirken sich verstärkend auf gesundheitliche Probleme aus.

Die meisten Beschwerden finden sich der Studie zufolge in der Gruppe der 40- bis 54-Jährigen.

Bei der Diskussion über flexible und verlängerte Arbeitszeiten sollte daher nicht nur auf die wirtschaftliche Komponente geschaut, sondern auch deren gesundheitlichen und sozialen Effekte berücksichtigt werden, so die BAuA. Letztlich hätten diese Effekte nämlich auch wieder wirtschaftliche Auswirkungen.

Mai 2009

| nach oben | drucken | Stand: 10.06.2009