EDS: Streik geht in die dritte Woche

Auch am 15. und 16. Juni haben die EDS-Beschäftigten ihren Streik fortgesetzt. Höhepunkt war eine Sternfahrt, die von allen Standorten aus nach Rüsselsheim, dem Hauptsitz von EDS in Deutschland, führte.

»Wir kämpfen weiter und erhöhen den Druck«, sagte der Frankfurter Bezirksleiter der IG Metall, Armin Schild. »Wer jetzt den Abschluss eines Tarifvertrags rundum ablehnt, zeigt unternehmerische Verantwortungslosigkeit.«

Noch immer weigert sich die EDS-Geschäftsleitung, mit der IG Metall und der Gewerkschaft Verdi über sichere Beschäftigung und Arbeitsbedingungen sowie über höhere Entgelte zu verhandeln. Aber ein wenig bewegt sie sich schon: Während der Sternfahrt sitzen sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter in der Einigungsstelle gegenüber. Im Mittelpunkt steht der angekündigte Personalabbau. Und man darf gespannt sein, ob EDS mit Blick auf die Belegschaftsproteste bei der ursprünglichen Zielvorstellung bleibt, 839 Stellen abzubauen und einzelne Standorte zu schließen. Für beide Gewerkschaften - IG Metall und Verdi - ist jedenfalls klar, dass sie dies nicht akzeptieren werden. »Solange eine Korrektur unterbleibt, wird weiter gestreikt«, warnen sie.
»Es ist die Konzernmutter Hewlett Packard (HP), die eine Einigung in diesem Konflikt verhindert«, erklärte Juan-Carlos Rio Antas, EDS-Betreuer der IG Metall. »Statt endlich konstruktiv zu verhandeln oder EDS ein Mandat zu Tarifgesprächen zu geben, bleibt HP bei einer Blockadehaltung, die den Konflikt weiter eskaliert.«

Bisher haben sich an allen Streittagen rund 1.000 Beschäftigte am Arbeitskampf bei EDS beteiligt.

Juni 2009

| nach oben | drucken | Stand: 22.06.2009