79 Prozent der Betriebsräte in Unternehmen mit Zielvorgaben geben an, dass der Arbeitsalltag der Angestellten sehr stark oder stark von großem Zeitdruck und engen Terminplänen geprägt ist. Dies geht aus der neuesten Betriebsrätebefragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Das aktuelle Ergebnis liegt deutlich über dem schon hohen Durchschnittswert von 67 Prozent. Auch das Arbeitspensum für die Beschäftigten aus Betrieben mit Zielvorgaben schätzen mehr Betriebsräte als zu hoch ein (57 Prozent) als im Durchschnitt aller Unternehmen (47 Prozent). Die Betriebsräte kritisieren vor allem, dass die Arbeitszeit bei Zielvorgaben für die Beschäftigten nur schwer planbar sei.
Mehr als die Hälfte der 1.700 erfassten Betriebe führen ihre Beschäftigten bereits über Ziele. Aber in jedem dritten Unternehmen, das mit diesem Instrument arbeitet, werden Zielvereinbarungen nicht gemeinsam mit Führungskräften und Beschäftigten erarbeitet, sondern einseitig vom Management vorgegeben.
Juni 2009

