Der EMB und die Euro-Betriebsräte von Alcatel-Lucent und Nokia Siemens Networks (NSN) sehen den Telekimmunikationssektor vor allem durch das aggressive Vordrängen Chinas aus dem europäischen Markt bedroht. Das asiatische Land subventioniere einheimische ITK-Firmen, die dann Produkte und Leistungen in Europa zu Dumpingpreisen anbieten könnten. Allein zwischen dem 3. Quartal 2008 und dem von 2009 verdoppelte sich der Marktanteil der Chinesen in diesem Bereich in Europa auf 24 Prozent. Zudem profitiere es davon, dass immer mehr ITK-Jobs aus der EU nach China verlagert würden.
Gleichzeitig kritisieren der Europäische Metallgewerkschaftsbund und die Betriebsräte die – im Vergleich zu den USA – relativ niedrigen Investitionen der EU-Länder in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (F&E-Investitionen 2009 im ITK-Sektor: USA 35 Prozent, EU 18 Prozent). Dies habe negative Folgen für die Beschäftigung und sei mit ein Grund, dass Tausende von Arbeitsplätzen in Europa bei Alcatel-Lucent, NSN und Ericsson verloren gegangen seien.
In ihrer Petition an das Europäische Parlament fordern sie höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung, stärkere Standardisierungen in den Bereichen Breitband, Digitales Fernsehen und Web 2.0-Technologien. Außerdem müsste mehr in Netzwerke und in die Ausbildung von Fachkräften investiert werden.
Februar 2010


