Hewlett Packard muss Gehaltserhöhung zahlen

Hewlett Packard (HP) muss 13 ehemaligen Compaq-Mitarbeitern/-innen, die das Computerunternehmen verklagt hatten, ein höheres Gehalt zahlen. HP hatte ihnen seit dem 1. Februar 2004 eine Gehaltserhöhung verweigert, da sie den HP-Standard-Arbeitsvertrag mit für sie deutlich schlechteren Bedingungen nicht unterschrieben haben. Die Gerichte werfen HP einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz vor.

»Alle Gerichte gaben den Klägern bisher Recht«, sagt Dieter Jung, IG Metall-Betreuer bei HP. »Trotzdem sperrt sich HP noch immer, zu zahlen. Fünf Verfahren sind noch anhängig. Für die Betroffenen geht das inzwischen richtig ins Geld.« So verweigere HP ihnen nicht nur die monatliche Gehaltserhöhung von 35 Euro aus dem letzten Jahr, sondern auch 60 Euro pro Monat für 2005. Das wirke sich insbesondere auch für die Altersvorsorge negativ aus, meint Jung.

Die IG Metall rechnet daher mit einer neuen Klagewelle gegen HP. Denn insgesamt 380 Beschäftigte haben den HP-Standard-Arbeitsvertrag nicht unterschrieben. Bei den meisten von ihnen handelt es sich um Ex-Compaq-Beschäftigte, für die - auch nach der Übernahme durch HP - weiterhin der Compaq-Ergänzungstarifvertrag gilt, der sich an den Flächentarifvertrag der IG Metall anlehnt. Insbesondere wegen ihrer überwiegend langen Betriebszugehörigkeit ist für sie der Tarifvertrag weitaus günstiger, als der neue HP-Arbeitsvertrag.

April 2005

| nach oben | drucken | Stand: 12.12.2006