Hewlett Packard: Geschlossenheit hat sich ausgezahlt

»Die Geschlossenheit der Belegschaft hat sich ausgezahlt. Ihr Protest hat geholfen, vielen Beschäftigten im nahen Umkreis von Köln neue Arbeitsplätze zu vermitteln«, sagt Hewlett Packard-Betriebsrat Alexander Schneider.

Der Kölner HP-Standort sollte im Laufe dieses Jahres geschlossen werden. Aber der Betriebsrat hat durch intensives, mehrmonatiges Verhandeln mit der Geschäftsleitung erreicht, dass von den im Dezember 2004 noch rund 150 in Köln beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern künftig etwa 50 in einer anderen HP-Geschäftsstelle (unter anderem in Ratingen und Bad Homburg) arbeiten können. Weitere 70 Beschäftigte übernimmt eine Transfergesellschaft im Kölner Raum. Mehr als 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich erfolgreich auf einen neuen Job außerhalb von HP beworben. »Wir haben außerdem einen Sozialplan abgeschlossen, der sich sehen lassen kann«, so Schneider.

Das endgültige Aus für die Kölner HP-Geschäftsstelle, nachdem die Verhandlungen abgeschlossen waren, betrachtet der Betriebsrat nur als Teil einer Kette von Maßnahmen, um das Unternehmen umzustrukturieren und Personal abzubauen. Bereits zu Beginn des Geschäftsjahres hatte HP angekündigt, 350 Stellen in Deutschland zu streichen. Jetzt wurde Näheres dazu bekannt. So sollen etwa 41 Beschäftigte im Bereich Administration in Berlin, Hamburg, Leipzig, Nürnberg und München ihre Arbeitsplätze verlieren.


Juni 2005

| nach oben | drucken | Stand: 12.12.2006