»Das ist eine völlig neue Situation«, sagt Dieter Jung, IG Metall-Betreuer von Hewlett Packard (HP). »Die Strategie des Konzerns wird zunehmend klarer: Es geht darum, immer mehr Service-Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern.«
Bereits mit der Schließung der HP-Niederlassung in Köln habe sich der Strategiewechsel gezeigt. Das Unternehmen konzentriert gegenwärtig seine Standorte und baut Arbeitsplätze vornehmlich im Service, das heißt bei der Finanz-, Bilanz und Anlagenbuchhaltung und bei den IT-Dienstleistungen ab, um sie in Bratislava, Barcelona und Indien neu aufzubauen. Gleichzeitig ist es dabei, ein verändertes Vertriebsmodell einzuführen. So wird derzeit die Vertriebsorganisation auf drei Säulen und getrennt für Großrechner, Drucker und PCs aufgebaut. Tendenziell lassen sich diese Strukturen leicht zu geschlossenen Einheiten ausbauen. »Dies wiederum«, so Jung, »könnte perspektivisch den Verkauf dieser Einheiten - und damit weiteren erheblichen Arbeitsplatzabbau - zur Folge haben.«
Bisher setzte HP darauf, Beschäftigten, die vom Stellenabbau betroffen waren, im Rahmen seines »Workforce-managements« innerhalb des Konzerns neue Arbeitsplätze anzubieten und Freiwilligenprogramme aufzulegen. »Dies wird bei diesem Ausmaß an Stellenabbau jetzt kaum noch möglich sein«, so Jung. »Daher muss dringend über einen Sozialplan verhandelt werden.«

