Der Technologiekonzern Hewlett Packard (HP) baut weitere 1.500 Arbeitsplätze in Deutschland und damit rund 17 Prozent seiner deutschen Belegschaft ab. Von der jetzt bis Ende 2006 beschlossenen Entlassungswelle werden alle Organisationsbereiche und Standorte betroffen sein, verkündete das Unternehmen.
Bislang arbeiten hierzulande insgesamt rund 9.000 Beschäftigte an 20 Standorten. Der Anfang des Jahres angekündigte Wegfall von 350 Stellen ist bereits weitgehend umgesetzt.
Wie der geplante Arbeitsplatzabbau vonstatten gehen soll, will der Konzern in den nächsten Wochen entscheiden. Das Management in Deutschland ließ bereits erkennen, dass es sich an die amerikanischen Vorgaben gebunden sähe und daher keine alternativen Maßnahmen erwäge.
»Am liebsten würde es den Stellenabbau hinter verschlossenen Türen behandeln«, berichtet Dieter Jung von der IG Metall. »In Frankreich haben die angekündigten Entlassungen große öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Davor schreckt das Management hierzulande zurück.«
In Frankreich können die Kollegeinnen und Kollegen zunächste einmal durchatmen. Dort konnte auf Druck der Öffentlichkeit und der Regierung eine Reduzierung der Abbau-Maßnahmen erreicht werden.
Oktober 2005


