Der Computerkonzern Hewlett Packard (HP) will 1.240 Stellen in Frankreich bis Februar 2007 streichen. Das entspricht einem Viertel der dortigen HP-Arbeitsplätze. Schon bevor die genauen Zahlen vorlagen, legten etwa 2000 Beschäftigte eine Stunde lang die Arbeit nieder. Die Gewerkschaften kündigten an, weiter Widerstand gegen die HP-Pläne zu leisten.
In den Konflikt hat sich auch der französische Arbeitsminister Gérard Larcher eingeschaltet. Er will sich in Kürze mit der HP-Konzernspitze treffen. Seine deutschen und englischen Kollegen hat Larcher bereits kontaktiert, da HP beabsichtigt, auch in deren Ländern Leute zu entlassen. Der Minister sprach von einer »kollektiven Verantwortung Europas« gegenüber solchen Problemen. Bis Ende Oktober will die französische Regierung prüfen, wie sie die Arbeitsplätze sichern kann.
Oktober 2005

